Toxoplasmose

 

 

Die Katze spielt eine ganz zentrale Rolle bei der Verbreitung der Toxoplasmose. Der einzellige Parasit mit dem Namen Toxoplasma gondii befällt zum Einen die Darmschleimhaut, zum Anderen bildet er kleinen Bläschen in den Organgen der Katze. Die mikroskopisch kleinen Parasiten scheiden über den Kot eiförmige Gebilde, die sogenannten Oozysten aus. Diese sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Besonders im Kot junger Katzen, die noch nicht gegen Toxoplasmose geimpft sind, können diese Parasiten in millionenfacher Zahl enthalten sein. Anstecken können sich Katzen durch den Verzehr von Beutetieren, die den Parasiten als Zwischenwirt in sich tragen, zum Beispiel Mäuse oder Vögel. Auch durch den Verzehr von rohem Fleisch kann es zu einer Infektion kommen.

Infektion

 

In der Regel infizieren sich Katzen durch den Verzehr von "verseuchtem" Fleisch, z. B. von Mäusen, Vögeln, rohem Schweine-, Ziegen- oder Schaffleisch. Möglich ist auch eine Tröpcheninfektion durch das Nasensekret, den Speichel sowie den Harn erkrankter Tiere. Schnecken, Fliegen und Regenwürmer verbeiten ebenfalls diese Krankheit.

 

Nach der oralen Aufnahme erfolgt zunächst eine Vermehrung im Dünndarm. Danaben kommt es in der Regel über die Blut- und Lymphwege zum Eindringen der Toxoplasmen in Organe außerhalb des Darms, in denen sie sich ebenfalls vermehren. Je nach Immunlage der Katze überleben diese Erreger reaktionslos in Form von Zysten oder sie führen zu entzündlichen Prozessen.

Infizierte Katzen sind für den Menschen nicht wirklich gefährlich. Der Mensch steckt sich in erster Linie durch den Verzehr von rohem oder nicht genug erhitztem Schweinefleisch an. 70-80% der Menschen kommen jährlich mit dem Erreger der Toxoplasmose in Kontakt, ohne aber daran zu erkranken.

Krankheitsverlauf

 

Ab dem dritten Tag werden Oozysten gebildet, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Nach zwei bis vier Tagen sind diese herangereift, ab diesem Zeitpunkt kann sich auch der Mensch infizieren (zum Beispiel wenn die Katzentoilette mind. zwei Tage nicht mehr gesäubert wurde). Neun bis zehn Tage nach einer Infektion sind Zysten zu finden. Diese bilden sich bei Katzen hauptsächlich in der Zungen-, Herz-, Skelett- und Zwerchfellmuskulatur sowie im Gehirn, kommen aber auch in anderen Organen vor.

 

Eine Infektion bleibt lebenslang bestehen.

Einen typischen Verlauf dieser Krankheit gibt es nicht. Man unterscheidet zwei Verlaufstypen:

 

Der akute Verlauf:

 

Er zeigt sich durch Bauchschmerzen, leichten Durchfall, Fieber oder Untertemperatur, Atemnot, erhöhte Atemfrequenz, Apathie, Gelbsucht, Entzündungen der Netzhaut, krankhafte Schwellungen der Lymphknoten, grippeähnliche Symptome, Hirnödeme und Störungen des zentralen Nervensystems, wie etwa Taumeln oder Lähmungen.

 

Der chronische Verlauf:

 

Ihn erkennt man an wechselnde Fieberschüben, Erbrechen und Durchfall, lang anhaltenden Lungenentzündungen, Gelenkschmerzen, psychischen Alterationen, Taumeln, Lähmungen und ähnlichem.

In der Regel führt eine einmalige Infektion zu einer gewissen Immunität, sodass nach einer Neuinfektion die Ausscheidung von Toxoplasmen vermindert oder gar ganz verhindert wird. Es ist jedoch trotz Abwehrbildung eine länger dauernde Ausscheidung möglich. Dies kann von einer mitlaufenden Infektion noch begünstigt werden.

 

Impfung

 

Eine Impfung gibt es auch hier bis jetzt leider noch nicht.

 

Freigänger sollten daher besonders bei einer unklaren Erkrankung auf Toxoplasmose untersucht werden.