Fett

 

Fett ist ein Geschmacksträger und wichtiger Energielieferant. Es ist notwendig, um die Aufnahme fettlöslicher Vitamine zu gewährleisten. Tierische Fette sind immer den pflanzlichen vorzuziehen, da diese essentielle Fettsäuren liefern.

 

In pflanzlichen Ölen fehlen Fettsäuren, die für uns jedoch lebenswichtig sind. Jedoch sind z. B. im Olivenöl erhebliche Mengen Ölsäure enthalten, die für uns nicht essentiell ist. Tierische Fette weisen oft nicht so viele ungesättigte Fettsäuren und ein besseres Fettsäuremuster auf, deshalb sind sie für uns Katzen auch besser geeignet.

 

Besonders Sonnenblumenöl und Distelöl enthalten eine hohe Menge an Linolsäure, die unter Umständen zu einer Überversorgung führen kann. Das wiederum kann dazu führen, dass von anderen wichtigen Fettsäuren zu wenig aufgenommen werden kann. Hühnerfett in großen Mengen ist ebenfalls nicht geeignet, da es ebenfalls viel Linolsäure enthält.

 

Ihr Menschen seid in der Lage, aus Linolsäure Arachidonsäure und aus Linolensäure Eicosapentaensäure sowie Docosahexaensäure zu bilden, was uns Katzen nicht möglich ist. Daher müssen diese von uns mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Wichtig bei Fettsäuren ist, dass sie im richtigen Verhältnis zueinander in der Nahrung vorhanden sein müssen. Besonders erwähnenswert ist hier das Vehältnis Omega 6 : Omega 3. Unsere Beutetiere haben ein Omega-Verhältnis von 4 : 1 bis 5 : 1, was daher auch als optimal angesehen werden sollte.

 

Fett von konventionell aufgezogenen und mit Getreide gefütterten Hühnern oder Rindern enthält wenig Omega 3 Fettsäuren. So kann unter Umständen auch ein Verhältnis von 20 : 1 oder mehr entstehen kann. Weidetiere, die sich von Gras ernähren, weisen ein besseres Verhältnis auf. Für uns Fellnasen ist es daher günstiger, wenn wir Fleisch aus Weidehaltung bekommen anstelle von Fleisch aus konventioneller Haltung. Genauso empfehlenswert ist natürlich auch Fleisch von Wildtieren, wie z. B. Hase oder Reh.

Protein

 

Wir benötigen einen relativ hohen Proteingehalt in unserer Nahrung. Proteine nutzen wir als Energiequelle, sowie zum Körperaufbau und zur Aufrechterhaltung des Zuckerspiegels im Blut.

 

Anders als ihr Menschen können wir unseren Proteinverbrauch nicht an zu wenig Eiweiß im Futter anpassen. Das bedeutet, dass körpereigenes Protein (also Muskelmasse) abgebaut wird, wenn mit der Nahrung zu wenig aufgenommen wird. Wir sind daher auf tierische Bestandteile (wie z. B. Fleisch) angewiesen, denn nur diese enthalten ausreichend Proteine, die auch sehr gut verdaulich sind. Außerdem enthalten sie alle Aminosäuren einschließlich Taurin und Arginin, die lebensnotwendig sind.

Kohlenhydrate

 

Um diese aufspalten zu können, fehlen uns einige Enzyme, da unsere natürliche Nahrung nur wenig Kohlenhydrate enthält. Daher benötigen wir auch keine Kohlenhydrate, wir gewinnen unsere Energie aus Fetten und Proteinen. Diese stehen uns durch Verzehr von Beutetieren in ausreichendem Maße zur Verfügung. Uns fehlen ebenfalls Amylase, die Glucokinase ist nur wenig aktiv, daher sind wir nicht in der Lage, uns und unseren Körper an die großen Mengen Kohlenhydraten - die in der Nahrung enthalten sind - anzupassen.

 

Trotzdem ist es möglich, einen kleinen Teil Gemüse zu füttern, da wir dieses auch in geringen Mengen im Magen unserer Beutetiere finden. Diese Menge entspricht etwa drei bis fünf Prozent, soviel kann also auch im Dosenfutter enthalten sein. Natürlich werden Magen und Darm von Beutetieren manchmal "aussortiert" und nicht mitgefressen. Trotzdem kann unser Magen solch geringe Mengen gut verarbeiten.

 

Aber Achtung: Für viele von uns ist Getreide dennoch unverträglich und beinhaltet unerwünschte und überflüssige Kalorien in Form von Stärke.

Mineralstoffe

 

Sie bestehen zum Beispiel aus Calcium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Natrium und aus Spurenelementen wie z. B. Kupfer, Zink, Eisen, Mangan und Selen, neben vielen weiteren. Diese sind allesamt wichtig für beispielsweise Nerven, Knochen, Stoffwechsel und auch für die Aktivität von Hormonen und Enyzme.

 

Anders als beispielsweise Taurin werden Mineralstoffe beim Erhitzen oder Einfrieren nicht zerstört, sondern treten beim Kochen höchstens ins Kochwasser aus.

 

Calcium und Phosphor spielen vor allem für den Aufbau der Knochen eine wichtige Rolle. Ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von 1,1 : 1 bis 1,2 : 1 wird als optimal angesehen. Da aber alle Mineralstoffe voneinander abhängig sind, kommt es nicht nur auf das richtige Verhältnis an, sondern auch auf die Menge. Ist ein Mineralstoff zuviel oder zuwenig im Körper vertreten, kann das die Aufnahme eines anderen beeinträchtigen, da auch die Wechselwirkungen mit einigen Vitaminen sehr komplex sind.

 

Der beste Calciumlieferant sind übrigens rohe Knochen, die außerdem auch noch andere wichtige Mineralstoffe enthalten.

 

Natrium ist im Zusammenhang mit Chlor und Kalium wichtig für den Transport von Nährstoffen, für die Nerven, den Wasserhaushalt und den osmotischen Druck der Körperflüssigkeiten. Auch für die Bildung von Magensäure ist es unbedingt notwendig. In purem Fleisch ist eine ausgewogene Balance von Natrium und Kalium vorhanden, was extrem wichtig ist. Natrium findet man in größeren Mengen in Blut, Nieren und Knochen. Wird also weder Fleisch, noch Blut oder Knochen gefüttert, muss dieses ebenfalls vom Dosenöffner zugesetzt werden.

Vitamine

 

Vitamine sind für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen lebensnotwendig. Sie sorgen beispielsweise für unseren Knochenaufbau, einen funktionierenden Stoffwechsel, für eine gute Sehkraft und sind enorm wichtig für unser Immunsystem. Da Vitamine sehr empfindlich sind, werden sie bei der Verarbeitung, zum Beispiel durch Einfrieren oder auch beim Lagern zum Teil zerstört. Eine Unterversorgung mit Vitaminen führt zu diversen Mangelerscheinungen, eine Überversorgung kann zu Krankheiten und körperlichen Problemen führen.

 

Eine gesunde Katze kann manche Vitamine im Darm selbst produzieren. Trotzdem muss sie mit Ausnahme von Vitamin C, alle Vitamine regelmäßig mit ihrer Nahrung aufnehmen. In freier Natur würden wir alle notwendigen Vitamine über unsere Beutetiere aufnehmen.

 

Einige Vitamine sind fettlöslich und werden im Körper gespeichert. Hierzu zählen die Vitamine A, D, E und K. Sie dürfen nicht überdosiert werden, da sie sich im Körper "vermehren" können. Katzen können pfanzliches Beta-Carotin nicht in das aktive Retinol verwandeln, und sind deswegen auf tierische Vitamin A-Quellen angewiesen, welches dann hauptsächlich in der Leber gespeichert wird. Ähnlich verhält es sich mit Vitamin D3, es muss über tierische Materialien aufgenommen werden. In Pflanzen enthaltenes Vitam D2 ist für uns nicht verwertbar. Besonders reich an Vitamin D ist Fisch.

 

Ein Vitamin C-Mangel entsteht deshalb so schnell, weil es sich hier um ein wasserlösliches Vitamin handelt, das im Körper nicht gespeichert werden kann. Es muss daher regelmäßig zugeführt werden.

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