Die Qual der Futtersortensuche

 

Der Markt der Futtermittelindustrie bietet eine Menge verschiedener Geschmacksrichtungen, Hersteller, Verpackungen und natürlich auch sehr unterschiedliche Preiskategorien. Ein Großteil dieses Angebots hat jedoch eines gemeinsam: Hochwertig ist anders.

 

Der Satz "Gutes muss nicht teuer sein" trifft hier leider nicht zu. Erfahrungsgemäß wird das Futter (im Regelfall) mit steigendem Preis auch hochwertiger. Natürlich gibt es hiervon ausnahmen, diese stellen aber nur einen ganz kleinen Bruchteil dar.

Hier mal die Liste der Inhaltsstoffe eines sehr bekannten Herstellers:

 

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (je nach Varietät u.a. jeweils mind. 4% Truthahn, Huhn, Geflügel, Kaninchen, Rind, Kalb, Wild oder Lamm), Getreide, pflanzliche Eiweißextrakte, Mineralstoffe.

 

Eine genauere Erklärung zu den einzelnen Inhaltsstoffen gibt es hier.

 

Das einzig Gute hierin sind wohl die Mineralstoffe (wenn es denn genügend sind). Bei diesem Beispiel ist zwar zum Glück kein Zucker enthalten, es gibt aber genug Hersteller, die unter ihr sowieso schon minderwertiges Futter auch noch Zucker mischen...

 

Jeder weiß ja mittlerweile, dass das, was in so einer Liste ganz vorne dran steht, am meisten im Produkt enthalten ist. Aber nur weil "Fleisch" hier ganz vorne steht, muss es nicht in Massen enthalten sein. Die ernüchternde Wahrheit kommt spätestens bei der Bemerkung "mindestens 4%". Das ist so gut wie gar nichts. Und selbst von diesen 4% wird das Wenigste noch Fleisch sein, sondern "tierische Nebenerzeugnisse", also Abfälle.

Ein wirklich gutes Futter für seinen Liebling zu finden, ist also wirklich nicht einfach. Hinzu kommt, dass Trockenfutter nun weggelassen wird, weshalb man mehr Nassfutter benötigt, als vor der Umstellung. Also belastet dieses Prozedere den Geldbeutel zusätzlich.

 

Auch ich habe lange lange recherchiert, überlegt und probiert, bevor ich ein gutes Nassfutter gefunden hatte. Mein Trio lässt sich nun immer Leonardo, LogoCat, Animonda Carny und Cat & Clean schmecken.

 

Alle Sorten enthalten nur Fleisch, und davon (von verschiedenen Sorten) insgesamt 100%. Es ist kein Soja, keine Farb- und Konservierungsstoffe, kein Getreide und kein Zucker enthalten, Katzenfutter eben.  Laut Hersteller Leonardo und LogoCat (auch Animonda hat sich angeschlossen) handelt es sich bei den "tierischen Nebenerzeugnissen" nicht um die üblichen Abfälle wie Schnäbel, Klauen usw. Es wurde versichert, dass nur "Muskelfleisch und Innereien, - also hochwertige Fleischerzeugnisse" verwertet werden.

 

Jede der oben aufgeführten Dosen  (400 g) liegt im Preis bei etwas über einem Euro. Bei einem Verzehr von knapp zwei Dosen täglich ist eine gesunde und ordentliche Ernährung natürlich nicht ganz günstig, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit ;-) Außerdem sind zwei Dosen Nassfutter täglich immer noch günstiger, als eine kranke Katze, die ständig Tierarztbehandlungen benötigt.

 

Neben der "normalen" Portion Dosenfutter gibts es aber alle zwei bis drei Tage zusätzlich noch eine Portion Fleisch, die entweder aus Wachteln, Mäusen, Eintagsküken, Hühnerflügeln, -herzen, -mägen, -hälsen, Puten- oder Rindfleisch besteht. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Beim Kauf von Dosenfutter ist also darauf zu achten, dass dieses kein Getreide, kein oder nur wenig Gemüse (1-3 % wären noch zu verkraften) und natürlich keinen Zucker enthält. Die meisten Futter enthalten die sogenannten "tierischen Nebenprodukte". Das kann alles mögliche sein: Schlachtabfälle wie Blut, Knochen usw. oder aber auch hochwertige Nebenerzeugnisse wie  Herz oder Leber. Darüber sollte man sich vor dem Kauf im Internet oder ähnlichem informieren.

 

Eine große und wichtige Rolle bei der richtigen Ernährung spielt auch die lebensnotwendige Aminosäure Taurin. Mehr darüber könnt ihr hier nachlesen.

 

 

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