Lieber Stofftiere unter den Weihnachtsbaum!

 

Alle Jahre wieder...

 

... werden pünktlich zu Weihnachten wieder unzählige Tiere gekauft und unter dem Weihnachtsbaum verschenkt. Leider ist die Freude über die neuen Freunde dann meist nur von kurzer Dauer, der Großteil von ihnen landet schon nach kurzer Zeit im Tierheim.

 

Deswegen möchten wir an dieser Stelle auf die Problematik "Lebende Tiere zu Weihnachten" aufmerksam machen in der Hoffnung, dazu beizutragen, unnötiges Tierelend in Zukunft zu vermeiden.

 

Grundsätzlich ist gegen ein Tier als Geschenk nichts einzuwenden. Verantwortungsvolle Tierhaltung gehört aber auch hier dazu. Wenn man ein paar Punkte beachtet, steht dem Nichts im Wege:

  • der zukünftige Tierhalter (bei Kindern deren Eltern) sollte über sein Geschenk informiert werden. Eventuell hat er sich etwas ganz anderes vorgestellt und hätte statt einem Hund lieber einen Hamster gehabt. Vielleicht sind die Eltern auch generell gegen ein Haustier für ihr Kind. Man sollte gemeinsam mit allen Beteiligten überlegen, ob finanziell und zeitlich eine Tierhaltung überhaupt in Frage kommt.
  • Beschenkter und Schenker sollten sich beide vorher gut über die artgerechte Haltung und Ernährung des Tieres informieren. So werden von vornherein später plötzlich auftauchende Probleme ausgeschlossen.

 

Über diese zwei wichtigen Punkte machen sich jedoch leider die Wenigsten vor dem Kauf Gedanken. Meist ist die Vorfreude so groß, dass der Aufwand und die Verantwortung dem Tier gegenüber scheinbar vergessen wird.

 

Der Einzug in ein neues Zuhause ist für jedes Tier auch immer mit viel Stress verbunden. Nach dem Einzug benötigen sie daher eigentlich erst mal ein paar Tage Ruhe, um sich einzuleben und mit der neuen Situation zu arrangieren. Die Weihnachtszeit, mit Besuchen von Verwandten und dem Trubel unterm Weihnachtsbaum bietet nicht wirklich Gelegenheit, dem Tier die Ruhe und Zeit zu geben, die es braucht. Landschildkröten werden beispielsweise für den Verkauf zu Weihnachten sogar von ihrem Winterschlaf abgehalten, den sie aber dringend benötigen, um artgerecht leben und wachsen zu können.

 

Spätestens im neuen Jahr kommen dann alle Probleme zum Vorschein: Plötzlich treten Allergien auf, die Katze ist auf einmal gar nicht mehr so klein und niedlich, sondern ganz schön schnell gewachsen und wird nun aufmüpfig. Erst jetzt bemerkt der frisch gebackene Tierhalter, dass seine Tierwahl doch nicht so optimal und wohl von der weihnachtlichen Vorfreude geblendet war. Es wächst also alles über den Kopf und die Tiere werden zu anstrengend und entwickeln ein "Eigenleben" und müssen wieder weg.

 

Das ist der Grund, warum alle Tierheime nach der Weihnachtszeit so überfüllt sind...

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