Entwurmung

 

Warum entwurmen?

 

Besonders Freigänger sind gefährdet, sich Würmer einzufangen. Eine regelmäßige Entwurmung ist daher eine wichtige Pflicht um Katze als auch Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Eine Entwurmung ist nicht mit einer Impfung zu vergleichen. Sie schützt nicht über einen gewissen Zeitraum vor einem Neubefall, sie tötet nur den aktuellen Befall ab. Geht Mietzchen also gleich wieder nach draußen, ist es durchaus möglich, dass vier Wochen später ein neuer erwachsener Wurm da ist.

Wohnungskatzen und Freigänger

 

In diversen Studien hat man herausgefunden, dass bis zu 20% der wurmpositiv getesteten Kotproben von Katzen von Wohnungstieren stammen. 20% der getesteten Katzen sind also Wohnungskatzen. Diese fangen sich Würmer ein durch gefressene Fliegen, Flöhe oder die Dosenöffner bringen es an ihren Schuhen von draußen herein. Katzen die nicht nach draußen gehen, sollten daher mindestens einmal jährlich entwurmt werden. Außerdem natürlich, wenn ein Verdacht auf Würmer vorliegt oder gerade ein Flohbefall erfolgreich behandelt wurde.

Infektionswege

 

Kitten, die noch von ihrer Mutter Milch saugen, werden bereits hierüber mit Spülwürmern infiziert. Die Übertragung von Würmern erfolgt in erster Linie über den ausgeschiedenen Kot, in welchem sich die Wurmeier befinden. Diese entwickeln sich im Kot dann in infektkionsfähige Larven. Die Larven gelangen dann über die Maulhöhle in den Magen-Darm-Trakt der Katze. Auch durch das Fressen von infizierten Fliegen oder Fleisch ist eine Ansteckung möglich.

Es geht noch schlimmer: Die Larven von Hakenwürmern sind sogar in der Lage, die Haut der Katze zu durchdringen. Von Bandwürmern werden einzelne Glieder abgegeben, die in getrocknetem Zustand einem Reiskorn gleichen. Um für die Katze gefährlich zu werden, müssen diese aber erst von einem Floh oder einem Nager aufgenommen werden. Deswegen muss auch nach einer Flohbekämpfung wieder neu entwurmt werden.

Richtige Entwurmung

 

Muttertiere sollten ca. 10 Tage vor der Geburt entwurmt werden. Kitten ab 14 Tagen sollten alle zwei Wochen gemeinsam mit der Mutter entwurmt werden, bis sie von dieser abgesetzt werden. Danach noch weitere zwei Mal. Für Wohnungskatzen ist eine jährliche Entwurmung ausreichend. Freigänger sollten mindestens vier Mal pro Jahr entwurmt werden.


Bandwurm

Wurmarten

 

Spul- und Haktenwürmer leben im Darm, ihre Eier werden mit dem Kot ausgeschieden. Da diese Eier winzig klein sind, sind sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

 

Die Infektion mit Bandwürmern kann auch dur das Fressen von rohem Fleisch erbeutete Nagetiere oder Flöhe erfolgen.

 

Auch im menschlichen Körper können sich durch das versehentliche Verschlucken von Spulwurmeiern Larven entwickeln. Auch manche Bandwürmer, zum Beispiel der Fuchsbandwurm, können gefährliche Organschäden beim Menschen verursachen.

 

Giardien sind einzellige Parasiten und siedeln sich vor allem im Dünndarm an. Übliche Wurmkuren sind gegen Giardien leider wirkunslos. Eine Übertragung erfolgt über den frischen Kot, durch Beschnüffen oder die sogenannte "Schmierinfektion".

Anzeichen eines Befalles

 

Bei schwerem Befall sind die wie Spaghetti aussehenden Spulwürmer bereits im Kot sichtbar oder werden erbrochen. Erwachsene Bandwürmer geben (je nach Art) ebenfalls Eier ab oder auch ganze Glieder, die sich noch eine Zeit lang bewegen. Später trockenen die Glieder ein und sehen dann aus wie Reiskörner.

Vorbeugung

 

Um einen Befall mit Würmern zu vermeiden, sollte man:

 

  • täglich die Katzentoilette reinigen
  • die Katze regelmäßig entwurmen
  • die Näpfe nach jeder Mahlzeit säubern
  • Flöhe bekämpfen und anschließend wieder entwurmen
  • nach dem reinigen der Katzentoilette gründlich die Hände waschen