Die BARF-Basis


Foto von Evelin Hotes

 

1. BARF - was ist das?

 

"BARF" ist eigentlich eine Abkürzung die ihren Ursprung, wie so vieles, im Englischen hat. Ausgeschrieben bedeutet es sinngemäß "Bones And Raw Food". Für uns Deutsche bedeutet das "Biologisch Artgerechte RohFütterung". Vereinfacht ausgedrückt: Die wertvollste und beste Ernährung, die es für Katzen gibt.

 

Debbie Tripp, eine Kanadierin, prägte den Begriff "BARF". Sie beschrieb damit ursprünglich eigentlich diejenigen Hundehalter (zu den Katzen fand BARF erst zu späterer Zeit), welche ihre Tiere mit dieser Methode ernähren, und auch das Futter selbst. Im Laufe der Zeit verschob sich diese Bedeutung zur heutigen biologischen artgerechten Rohfütterung. Heute ist also die Ernährungsmethode an sich damit gemeint.

 

 

2. Woher kommen die Daten?

 

Jeder der sich das erste Mal mit dem Thema BARF beschäftigt, fragt sich unweigerlich: Woher kommen die ganzen Daten und Werte? Wer hat sie festgelegt und auf welcher Grundlage? Was mit Daten und Werte gemeint ist, könnt ihr ihm Bereich Theorie nachlesen.

 

Grundlage bzw. Grundidee, die hinter dem BARF steckt, ist die möglichst natürlichste und damit auch gesündeste Ernährung unserer Katzen. Wildkatzen fressen z. B. Mäuse, Vögel, kleine (oder auch große) Ratten, geschickte Jäger erbeuten durchaus auch mal das eine oder andere Kaninchen. Nun gibt es soetwas leider sehr selten in Dosen zu kaufen. Dass industriell gefertigtes Futter nicht mal annähernd den Bedürfnissen einer Katze gerecht wird, konntet ihr schon im Bereich Nassfutter nachlesen. Die Idee hinter BARF also ganz vereinfacht ausgedrückt: Wir bauen eine Maus (oder jede andere natürliche Nahrung) nach.

 

Hierfür muss man natürlich wissen was in so einer Maus in welchen Mengen enthalten ist. Worauf es ankommt und was die Maus zur optimalen Nahrung der Katze macht. Das haben Wissenschaftler für uns herausgefunden, die Mäuse obduziert und so alle Daten gewonnen. Dank dieser schlauen Köpfe wissen wir nun also, was in der Maus ist und wie das "nachgebaute" Futter folglich aussehen muss, bzw. was es in welchen Mengen enthalten muss um alle Bedürfnisse abzudecken.

 

3. Für welche Katzen eignet sich das Barfen?

 

Da das Barfen die natürlichste Ernährung ist, eignet es sich für alle Katzen. Besonders aber für solche, die z. B. eine Futtermittelallergie entwickelt haben. Aber auch ältere Katzen oder noch junge Kitten profitieren sehr von dieser Art der Ernährung. Man kann alles selbst beeinflussen, kann auf die Bedürfnisse seiner Katze ganz genau eingehen und so Über- oder Untergewicht, eine Allergie oder andere Schwierigkeiten leichter in den Griff bekommen. Man weiß, was die Katze frisst und kann sich so sicher sein, dass nichts von den Inhaltsstoffen ihre Gesundheit gefährdet.

 

4. Ist das nicht wahnsinnig teuer?

 

Nein. Nahezu alle Barfer kaufen online in speziellen Shops oder beim Barf-Shop in der Nähe, den es in Großstädten mittlerweile auch schon gibt. Hier wird alles wesentlich günstiger als im Supermarkt oder beim Metzger um die Ecke angeboten und die Auswahl ist quasi riesig.

 

Außerdem wird beim Barfen wesentlich weniger Futter benötigt als bei der Fütterung mit Trocken- oder Dosenfutter. Der Katzenkörper ist auf die Ernährung mit Fleisch ausgelegt und kann dieses zu 100% verwerten. Daher ist es auch viel hochwertiger als jede andere Nahrung und liefert mehr Energie, bessere Nährstoffe. Genau deswegen kann die Katze weniger Nahrung besser für sich nutzen und in Energie umsetzen. Im Trocken- oder Dosenfutter sind oft minderwertige Fleischsorten, Getreide, welches Katzen nicht verwerten können und sinnlose Füllstoffe, die ebenfalls für den Organismus nicht nutzbar sind. Daher wird in der Menge mehr gebraucht, damit am Ende genug Energie für die Katze umsetzbar ist.