Freitag, 11. Juli 2014 - 16:13 Uhr

Warum Kitty ist, wie sie ist

 

 

Wir zeigen gerne Fotos und Videos von Kitty, Carlo, Mira & Joe. Dass aber gerade zu Videos von Kitty immer öfter (für uns) ungewohnte Reaktionen auftauchen, hat uns dann doch zu denken gegeben. Leute denken sie wäre aggressiv oder wir würden sie "quälen"... Für uns ist ihr Verhalten normal, wir kennen sie seit nunmehr fast 6 Jahren nicht anders. Aber für Außenstehende mag ihr Verhalten wirklich etwas verstörend wirken. Daher wollen wir an dieser Stelle endlich einmal allen erklären, warum Kitty so ist, wie sie ist.

 

Einige wissen sicher schon, dass Kitty eine Handaufzucht ist. Wir fanden sie im Alter von gerade mal 4 Wochen draußen auf der Straße. Kurzentschlossen und ohne Vorkenntnisse haben wir uns dazu entschlossen, das kleine Würmchen zu behalten und zu versuchen, sie durchzubringen. Ein kleines Wunder geschah und trotz aller schlechter Prognosen wurde die kleine Kitty immer kräftiger und bald auch wieder ganz gesund.

 

Wir versuchten zwar unser bestmöglichstes, uns in kürzester Zeit alles nötige Wissen anzueignen, jedoch blieb das Eine oder Andere doch leider auf der Strecke bzw. wurde uns erst zu spät klar. So z. B. dass Kitty von Anfang an eine zweite Katze gebraucht hätte. Einfach um zu lernen, wie man sich als Katze verhält, wie eine Katze auf bestimmte Dinge reagiert usw. Natürlich war sie zu keiner Zeit wirklich alleine, wir haben uns 24 Stunden täglich gekümmert und sie hatte einen großen Hundefreund, mit dem sie aufgewachsen ist. Er hat ihr einfach alles verziehen und sie durfte ihm wortwörtlich auf der Nase herumtanzen.

 

Als Kitty 6 Monate alt war, holten wir den kleinen Carlo (damals 3 Monate alt) nach Hause, damit sie endlich nicht mehr alleine ist. Die Rechnung ging auf, die zwei verstanden sich super. Allerdings erst nach einiger Zeit. Die erste Begegnung verlief so, dass Carlo absolut freudig und mit hochgerecktem Schwanz auf Kitty zulief und sie ihm wütend schnaubend erst mal eine geknallt hat... Sie kannte es nicht. Sie kannte keine anderen Katzen, nur Menschen und einen Hund. Sie war einfach total verunsichert. Sie konnte sein Verhalten nicht deuten, wusste nicht, dass das hochgereckte Schwänzchen Carlos Freude darüber ausdrückte, eine neue Freundin in ihr zu haben.

 

Keine andere Katze hat ihr je gezeigt, wie Katzen sich untereinander verständigen, welches Körpersignal was bedeutet und wie man miteinander umgeht.

 

Aus diesem Grund fällt auch ihre Art zu spielen etwas anders aus als bei anderen Katzen.

 

Mira liebt es, Spielzeug zu fangen und zu apportieren. Carlo liebt Bälle jeder Art und Joe fängt alles, was sich bewegt. Kitty kann mit solchen Dingen nichts anfangen. Ihr Spiel ist die Jagd. Sie liebt es sich anzuschleichen, "anzugreifen" und zu "kämpfen". Ihre tägliche Dosis Abenteuer fordert sie auch regelmäßig ein, indem sie z. B. unvermittelt auf die Couch springt unsere Finger "erbeutet".

 

Sie "kämpft" gerne mit Händen, ringt regelrecht damit, knabbert daran. Das alles passiert völlig ohne Verletzungen, sie setzt weder ihre Krallen ein, noch beisst sie zu. Sie spielt mit uns eben so, wie andere Katzen miteinander.

 

Und das übrigens schon seit sie klein ist, wie man hier sehen kann.

 

Ebenso liebt sie es, sich lautstark zu beschweren bzw. zu meckern während des Spielens. Das Ganze wird gerne noch durch ein kräftiges Fauchen unterstrichen.

 

Aber nicht nur beim Spielen, selbst beim Schmusen muss sie sich beschweren. Am Liebsten liegt sie auf dem Rücken auf dem Schoß und lässt sich Bauch und Hals kraulen. Völlig freiwillig. Jeder Katzenbesitzer weiß, dass Katzen sich zu einer Rückenlage nicht zwingen lassen, wenn sie nicht wollen. Wenn sie keine Lust mehr hat, geht sie einfach. Ebenfalls freiwillig und genau dann, wenn sie möchte.

 

Es ist einfach ihre Art. Es ist ihre Art zu Spielen. Wir kennen sie nicht anders. Wegen uns und unserer damaligen Unwissenheit ist sie ja schließlich so geworden. Und wir finden sie toll, so wie sie ist ♥

 

 

 

 

 

   

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tags: Katzenverhalten Katzenblog 

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