Samstag, 28. Juni 2014 - 10:44 Uhr

Dinge, die für Katzen Sinn machen...

 

... für Menschen eher weniger. Kurz erklärt von Carlo:

 

1. Fangen spielen um drei Uhr morgens. Hier stellt sich die Frage: Warum nicht? Katzen verschlafen rund 18 Stunden vom ganzen Tag. Ist doch klar, dass wir dann irgendwann auch mal ausgeschlafen sind. Außerdem sind Katzen Raubtiere. Und Raubtiere jagen nachts. Auch im Bett. Zum Beispiel unsichtbare Feinde. Oder Füße. Nur weil der Mensch vom Jäger zum Couchpotato mutiert ist, sollen wir darauf verzichten? Nö. Liebe Menschen - etwas mehr Kompromissbereitschaft bitte.

 

2. Rein oder raus? Auf diese Frage wird es wohl nie eine Antwort geben. Ist die Tür zu, wollen wir raus. Klare Sache. Kaum draußen, wollen wir aber doch lieber wieder rein. Aber nur, um es uns noch beim Überqueren der Türschwelle nochmal anders zu überlegen und erneut umzukehren. Das könnten wir so den ganzen Tag machen. Eine beliebte Technik der Profis unter uns ist es auch, sich einfach mitten auf die Türschwelle zu setzen. Auch im Winter. Anders als ihr Menschen immer denkt, wollen wir euch damit aber keinesfalls ärgern! Katzen haben einfach gerne die Kontrolle über alles. Und wenn ihr hinter uns die Tür zu macht, ist unsere Kontrolle über die Situation dahin! Wir sind nun gezwungen, draußen zu bleiben. Damit finden wir uns natürlich nicht ab. Lasst doch einfach die Tür offen für uns - dann können wir immer entscheiden, wo wir gerade lieber sein wollen.

 

3. Die Sache mit dem Futter. Wieder so ein Kontroll-Thema. Ihr tut uns was in den Napf und denkt, wir mögen alles, was ihr uns hinstellt. Solche Exemplare gibt es sicherlich unter uns. Die meisten aber, entscheiden selbst, was sie mögen und was nicht. Weil wir eben auch übers Futter die Kontrolle behalten wollen. Ich möchte nochmals daran erinnern, dass Katzen Raubtiere sind. Raubtiere finden sich nicht einfach damit ab, was ihnen vom Personal hingestellt wird. Wäre ja noch schöner. Wenn ich Futter mit Hühnchen-Geschmack im Napf habe, mir aber heute eher das Näschen nach Lamm-Geschmack steht, dann bestehe ich darauf, dass ich zumindest etwas anderes als Hühnchen bekomme. Und das klappt ja auch immer. Man muss das Personal nur lange genug trainieren. Einfach mal den vollen Napf stehen lassen - eure Gesichter müsstet ihr in so einer Situation mal sehen! Also macht bitte weiter so - damit wir auch weiterhin die Kontrolle behalten!

 

4. Klo saubermachen. Nachdem das mit dem Futter ja so gut klappt, muss man natürlich auch irgendwann mal in die Box. Sobald was drin ist, kommt das Personal und macht es wieder sauber. Soweit, so gut, das haben wir ja auch lange genug trainiert. Und genau in dem Moment, wenn das Personal die Schaufel schwingt ........... müssen wir nochmal. Ganz dringend. Das Bedürfnis kommt auch immer ganz plötzlich! Und es kann keine 2 Minuten warten. Oder, na gut. Manchmal kann es doch noch warten. Und zwar genau so lange, bis alle Klumpen entfernt sind und die Mülltüte zugeknotet wird. DANN ist der richtige Zeitpunkt, einen neuen Haufen in die Box zu legen. Das Personal fragt dann immer "warum"... Die Frage versteh ich nicht. Erst sollen wir warten, bis alles sauber ist, und dann ist doch auch wieder nicht der richtige Zeitpunkt? Wenn man muss, muss man. Punkt.

 

5. Schlafen. Dass Katzen gerne und viel schlafen, haben wir ja anfangs schon geklärt. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir mit jedem Schlafplatz zufrieden sind. Nein. Am liebsten schlafen wir natürlich bei unseren Menschen. Warum auch nicht. Da wo die liegen, muss es ja bequem sein. Aber: Am allerliebsten schlafen wir auf unseren Menschen. Warum? Weil es einfach schön ist, in den Schlaf gestreichelt zu werden und dabei schön warm zu liegen. Und wenn wir uns auf Brust oder Gesicht legen, dann einfach nur, weil wir es mögen, euren Herzschlag oder euren Atem zu spüren. Dahinter steckt ausnahmsweise mal kein Hintergedanke, kein Kontrollzwang, kein Training für euch. Einfach nur, weil es schön ist.

 

 

 

 

 


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