Donnerstag, 6. Juli 2017 - 11:47 Uhr

Feuchte Handtücher im Sommer - gut gemeinte Gefahr

 

 

Momentan schießen die Temperaturen wieder leicht über die 30-Grad-Grenze hinaus. Wer nicht das Glück hat in einer gut isolierten oder kühlen Erdgeschoss-Wohnung zu wohnen, möchte seinen Katzen natürlich die Hitze so erträglich wie möglich machen und gesundheitlichen Schäden wie einem Hitzschlag vorbeugen.

 

Ganz oft taucht dabei der Tipp auf ein nasses oder feuchtes Handtuch auf die Miez zu legen. Die Feuchtigkeit soll den kleinen Körper wieder auf angenehme Temperatur abkühlen.

 

Doch Vorsicht!

Das Handtuch auf dem Körper bewirkt, dass die durch die natürliche Körpertemperatur entstehende Wärme nicht abgegeben werden kann. Das Handtuch wirkt wie eine Isolierung, die Wärme staut sich darunter. Es entsteht also eine genau gegenteilige Wirkung wie erwünscht: Das Tier überhitzt und es kann zum Kreislaufkollaps kommen.

 

Die besseren Alternativen:

Anstatt das Tier mit dem Handtuch abzudecken, dieses einfach auf den Boden legen. Nach einer kurzen Lernphase haben sie schnell gemerkt, dass das feuchte Tuch angenehm kühl ist. Zudem können sie so selbst entscheiden, wann sie gerne eine Abkühlung hätten und wann lieber nicht. Es kann sich keine Körperwärme stauen und ist gesundheitlich so völlig unbedenklich.

 

Eine weitere Möglickeit sind ganz normale Kühlakkus oder -pads, wie sie zB in jedem Gefrierschrank zu finden sind. Diese unter das Lieblingskörbchen oder eine dickere Lage Decken gelegt verschaffen sie auch wunderbar Abkühlung. Aber auch hier muss man eine Kleinigkeit beachten: Die Kühlakkus immer gut und ausreichend abdecken, damit es nicht zu Erfrierungen kommt!

 

Für das Raumklima insgesamt soll es auch hilfreich sein, nasse bzw. feuchte Handtücher einfach auf einen Wäscheständer zu hängen. Die kühle Feuchtigkeit wird so in den Raum abgegeben und auch unter den Tüchern entsteht eine angenehm temperierte Ruhezone für die Vierbeiner.

 

Auch eine Schüssel mit Wasser und einem kleinen Spielzeug zum fischen wird gerne genutzt, genauso wie Eiswürfel zum Spielen.

 

Es gibt also viele Alternativen zum nassen Handtuch, mit denen man seinen Vierbeinern eine kühle Freude bereiten kann cool

 

 

 

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Sonntag, 30. April 2017 - 09:13 Uhr

Kann man falsch füttern?

 

 

Wenn es um die Fütterung eurer Fellasen geht, habt ihr sicher auch in einem Forum oder einer Gruppe schon mal die Aussage gelesen "das musst du aber anders machen" oder so etwas wie "das ist aber falsch".

 

Falsch? Kann man wirklich "falsch" füttern?img-7723

 

Um beurteilen zu können ob wir falsch füttern oder nicht, müssen wir erst mal herausfinden wie es denn "richtig", was also der Idealfall wäre. Hier orientieren wir uns wie immer am natürlichen Verhalten unserer Katzen, die in freier Wildbahn natürlich so einiges anders machen als bei uns im Wohnzimmer.

 

Dort finden Katzen zB. selbstverständlich nicht jeden Morgen um 8 Uhr und jeden Abend um 18 Uhr eine Portion Maus. Sie sind den ganzen Tag auf der Lauer und erbeuten über den Tag verteilt mehrere Beutetiere. Auch die Menge ist nicht immer identisch, heute läuft der Beutezug vielleicht relativ gut und Katz findet insgesamt 10 Mäuse, wobei es gestern aber kein guter Tag war und der Jäger leer ausging oder nur 2 Nager erwischt hat.

 

Für Zuhause umgesetzt hieße das also, dass unsere Katzen täglich mehrere kleine Portionen bekommen "müssen". So ist es in der Natur auch. Eigentlich ist der Katzenkörper genau aus diesem Grund auch auf ein solches Fressverhalten ausgelegt.

 

Leider ist das in der Praxis nicht immer umsetzbar. Wer berufstätig oder aus anderen Gründen lange Zeit nicht zuhause ist, dem ist es schlicht nicht möglich viele Portionen am Tag anzubieten. An dieser Stelle nur zum Verständnis: Wir reden hier natürlich nicht von Trockenfutter das den ganzen Tag frei zugänglich dasteht und an dem sich die Katze jederzeit bedienen darf.

 

Füttern wir in so einem Fall also alle falsch?

 

Nein :) Natürlich wäre es besser wenn die Katzenhaltung so naturgetreu wie möglich ist. Allerdings ist die Katze genau wie auch der Mensch ein Gewohnheitstier. Kitty, Carlo, Mira und Joe bekommen jeden Morgen vor der Arbeit ihr Frühstück und jeden Abend danach das Abendessen. Da wir bekanntlich barfen, sind alle Portionen genau abgewogen. Die vier wissen genau, wann es Zeit fürs Essen ist, natürlich auch am Wochenende oder an Feiertagen, haben sich also im Laufe der Jahre gut an die Fütterungszeiten gewöhnt.

 

Zusammenfassend kann man also sagen: Ein Richtig oder Falsch, was die Fütterungszeiten oder die Häufigkeit angeht, gibt es also nicht. Jeder hat sicherlich den für sich und seine Katzen richtigen Weg gefunden :)

 

 

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Donnerstag, 27. April 2017 - 17:00 Uhr

Katzenspielzeug - Spass oder Gefahr?

 

 

Spielzeug ist für Katzen wichtig und in der Regel auch heiß begehrt bei ihnen - aber habt ihr gewusst, dass viele Spielzeuge sogar lebensgefährlich für die Tiere werden können?

 

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Das Material

Bei uns gibt es grundsätzlich keine Plastik-Spielsachen. Das ist aber eine persönliche Einstellung. Meiner Meinung nach ist Plastik einfach nichts Natürliches, ganz davon abgesehen dass es meistens wirklich nicht mal schön aussieht.

 

Sogar alle Miezen hier bevorzugen Spielzeug aus Stoff oder noch besser Sisal. Das kann ordentlich beansprucht und bespielt werden ohne gleich auseinander zu fallen.

 

Kratzbäume

Katzengerechtes Spielzeug sollte außerdem nichts haben, woran die Tiger sich verletzen könnten - etwa lange Stricke an denen sie sich beispielsweise strangulieren könnten. Auch viele Kratzbaumhersteller meinen es gut und bauen ein paar baumelnde Bälle oder Mäuse an ihre Produkte... Solltet ihr auch so ein Exemplar in der Wohnung stehen haben, entfernt diese Gefahrenquellen bitte umgehend! Bisher ist vllt nichts passiert... Aber einmal nicht richtig aufgepasst hängt das Kätzchen mit dem Kopf oder einem Bein fest und das kann leider böse ausgehen.

 

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... sollten aus demselben Grund auch immer nur unter Aufsicht zum Spielen überlassen werden.

 

Federn

Federn kommen oft richtig gut bei den kleinen Tigern an - bei Joe zum Beispiel auch. Er liebt es, Federn irgendwo abzureißen oder abzukauen. Das ist auch der Grund warum er damit nie ohne Aufsicht gelassen wird, natürlich wäre es alles andere als gut wenn auf einmal eine der schönen bunten Federn in seinem Magen verschwinden würde...

 

 

 

Kleinteile

Aufgeklebte Augen auf der Stoffmaus, ein kleiner Ministrick als Mäuseschwanz oder sonstige Kleinteile die das Spielzeug niedlich aussehen lassen - ebenso gefährlich wie unnütz. Keine Katze interessiert sich dafür ob ihr Spielzeug Augen oder einen Schwanz hat. Allerdings ist es für manche vllt interessant ebendiese abzuknabbern.

 

Defektes entsorgen

Natürlich ist es trotz aller Sorgfalt nicht möglich, dass jedes Spielzeug ewig hält. Wenn es gut ankommt ist es oft in Gebrauch und entsprechend schnell verschlissen. Beispielsweise "Stinkekissen", die auseinandergerissen wurden und aus denen nun die groben Stücken der Baldrianwurzeln herausrieseln... Rasselbälle, die irgendwie geknackt wurden und nun ihr Granulat verlieren... Raschelspielzeug, das ebenfalls nicht überlebt hat und nun die so geliebte raschelnde Foliefüllung freigibt... Oder auch nur Stoffmäuse, aus denen die Wattefüllung heraushängt... Alles das wird hier sofort entsorgt. Auch wenn es manchmal den Anschein hat, als kommt alles Kaputte und Verschlissene noch viel besser an als etwas Neues - die Gefahr dass hier etwas verschluckt wird (oder mit Absicht gefressen) ist einfach zu groß.

 

 

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Tags: Spielangel Katzenspielzeug Katzenhaltung Katzen 

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Mittwoch, 26. April 2017 - 14:59 Uhr

Ist meine Katze zu dick?

 

Übergewicht kann, genau wie bei uns Menschen, auch bei Tieren gesundheitliche Folgen haben. Hier könnt ihr deshalb nachlesen, wie ihr das Gewicht eures Lieblings im Auge behalten könnt.

 

Nur anhand der Zahl auf der Waage  lässt sich nicht festmachen ob eine Katze zu dick oder zu dünn ist. Es gibt große Rassen die von Haus aus schwerer sind. Kater sind meist ebenfalls kräftiger als weibliche Katzen, ein Kitten bringt natürlich auch noch nicht so viel auf die Waage wie ein ausgewachsenes Tier. Außerdem ist „kräftig“ nicht mit „dick“ zu verwechseln!

 

Am Besten lässt sich anhand der Figur erkennen ob das Gewicht eurer Katze in Ordnung ist. Diese kleine Grafik sollte dabei helfen:

 

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Nun gibt es aber auch noch Katzen mit sehr langem Fell, bei dem es wahrscheinlich etwas schwer fällt, die Figur richtig zu erkennen. Wenn ihr jede einzelne Rippe oder die Wirbelsäule beim Streicheln deutlich spüren könnt, ist eure Katze auf jeden Fall zu dünn! Mit dem richtigen Gewicht sind Rippen und Wirbelsäule nicht sichtbar aber beim Streicheln noch zu fühlen. Auch die Taille ist noch gut zu erkennen. Wenn Rippen und Wirbelsäule nur noch sehr schlecht bzw. gar nicht mehr zu spüren sind, ihr beim Streicheln eine kleine oder größere Fettschicht deutlich spürt und eure Katze immer mehr die Form eines Balles annimmt solltet ihr schnell für mehr Bewegung und weniger bzw. besseres Futter sorgen.

 

Übrigens bringt die leichteste Fellnase bei uns 4,3 Kilo, die Schwerste knapp 6 Kilo auf die Waage.

 

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Tags: Katzen Untergewicht Katzen Übergewicht Katzen Ernährung Katze zu dick Katze Katzenfutter 

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Montag, 13. Juni 2016 - 15:04 Uhr

Katze - Mensch, Mensch - Katze

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum eure Katze eigentlich das tut, was sie gerade eben tut? Vielleicht findet ihr hier ein paar Antworten darauf - wir haben einige Verhaltensweise nämlich mal ins "menschliche" übersetzt:

 

Köpfchen geben:

Das hat bestimmt jeder Katzenbesitzer schon mindestens ein Mal erlebt: Mietz kommt ganz freundlich auf jemanden zugelaufen und stößt den Menschen mit dem Köpfchen. Bei schweren und kräftigen Exemplaren kann das schon mal ziemlich schmerzhaft werden. Aber keine Sorge, sie meint es nicht böse. Katzen begrüßen sich auch untereinander so und drücken dadurch aus "ich habe dich erkannt, schön dass du da bist, ich freue mich dich zu sehen". Außerdem haben Katzen am Kopf jede Menge Duftdrüsen, mit denen sie nicht nur Menschen oder Artgenossen, sondern auch Gegenstände markieren und gleichzeitig den Geruch "ihres" Menschen oder anderem aufnehmen.

 

Schnurren:

Eigentlich bedarf das Schnurren wohl keiner Erklärung mehr. Jedes Kind weiß schließlich schon, dass es Wohlbehagen und Vertrauen ausdrückt. Es gibt allerdings auch Katzen, die in Stresssituationen, z.B. beim Tierarzt, schnurren. Von Wohlbehagen kann dann wohl keine Rede mehr sein. Katzen schnurren also auch, um sich selbst zu beruhigen. Da das Schnurren noch nicht gänzlich erforscht ist, munkelt man auch, dass es bei Krankheiten von der Katze zur besseren Heilung eingesetzt wird.

 

"Miau":

Katzen verständigen sich untereinander eigentlich nicht mit Lauten. Das ist eine Sache, die sie sich quasi extra für uns Menschen angewöhnt haben. Wer auf das Miauen seiner Katze immer reagiert wird schnell feststellen, dass sich dieses Verhalten verfestigt. Wenn der Mensch jedes Mal reagiert, wird Katz fortan immer öfter Befehle geben ;)

Der aufmerksame Katzenbesitzer wird schnell unterschiedliche Formen des Miauens feststellen. Mal ist es hell und freundlich, mal dunkel und extrem laut, ein anderes Mal fast frech und motzend. Das Ziel ist jedoch immer das Gleiche: Uns Menschen etwas mitzuteilen. Vielleicht ist der Fellnase langweilig, oder sie ärgert sich über etwas, fürchtet sich oder es dauert einfach zu lange bis das Futter im Napf landet.

 

Gurren:

Ein freundliches Gurren und alles das sich ähnlich anhört wird meist bei der Begrüßung benutzt, gerne aber auch beim Spielen oder wenn die Katze gerade einfach nur freudig aufgeregt ist. Mira hat das Gurren offensichtlich perfektioniert und kombiniert es mit aufgeregtem Herumtreten oder um die Beine streichen.

 

Knurren/Fauchen:

Diese "Äußerungen" werden eigentlich auch im ganzen Tierreich und von allen Menschen verstanden: "Bleib mir fern!" Das muss aber nicht immer nur mit Aggressionen zu tun haben, Katzen fauchen und knurren auch wenn sie unsicher sind. ZB in einer neuen ungewohnten Umgebung, beim Kennenlernen neuer Artgenossen oder anderen Menschen oder Tieren.

 

Scharren am/neben dem Futterplatz:

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Mietz mag das Futter ganz besonders, oder ganz und gar nicht.

Wird erst etwas aus dem Napf gefressen und später erst gescharrt, liegt die Vermutung nahe, dass das übrige Futter für später vergraben und so vor anderen in Sicherheit gebracht werden soll. Das ist auch in freier Wildbahn eine ganz natürliche Verhaltenweise.

Wird gleich gescharrt ohne auch nur zu probieren, passt der Mietz das Futter wahrscheinlich nicht. Vielleicht ist sie aber auch einfach nur noch satt von der letzten Portion. In jedem Fall ist ein solches Verhalten unbedenklich und ganz natürlich.

 

Auf dem Rücken liegen/rollen:

Katzen (oder auch andere Tiere) versuchen naturgemäß ihre Schwachstellen zu schützen und für Gegener nicht leicht angreifbar zu sein. Zu solchen Schwachstellen zählen hauptsächlich Hals und Bauch. Wenn sich eure Katze also so hinlegt, dass sie euch ihren Bauch oder den Hals ungeschützt präsentiert und ihr sie dann an diesen Stellen auch noch anfassen dürft, heißt das dass sie euch völlig vertraut und euch ohne Angst ihre schwächsten Stellen offenlegt.

Rollt sich eure Katze hin und her, fühlt sie sich pudelwohl, ist in Spiellaune - oder beides :)

 

 

 

 

 


Tags: Verhalten Schnurren Scharren Knurren Köpfchen geben Katzensprache Gurren Fauchen 

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Montag, 13. Juni 2016 - 10:24 Uhr

Der Tropfen auf dem heißen Stein

oder: Warum Katzen zu wenig trinken

 

Eine lange Katzengeschichte kurz erzählt: Katzen sind ursprüngliche Wüstentiere. Nun wissen wir alle, dass dort nicht so häufig Wasser zu finden ist. Dort lebende Tiere müssen ihren Flüssigkeitshaushalt also über die Nahrungsaufnahme regeln - das ist heute noch so. Nun leben unsere Katzen natürlich nicht in der Wüste, das ist klar. Jedoch ist die "Programmierung" immernoch die Gleiche, Flüssigkeit wird größtenteils mit der Nahrung aufgenommen. Selten trinken Katzen mal aus einem Napf oder (z.B. wenn sie draußen leben) einer Pfütze oder ähnlichem.

 

Die natürlichste Nahrung einer Katze ist die Maus. Diese besteht aus ca. 70-80% Wasser,  mit einer artgerechten Ernährung geht der Plan der Natur also auf. Leider werden aber viele Katzen heutzutage nicht artgerecht ernährt, was schnell zu einer Unterversorgung mit Wasser führt.

 

Trockenfutter entzieht dem Körper Wasser. Das lässt sich ganz einfach nachweisen, indem man einen Löffel Trockenfutter nimmt, und dieses solange mit Wasser übergießt, bis es nichts mehr aufsaugen kann. Hierbei wird man feststellen, dass gut die drei- bis vierfache Menge an Wasser nötig ist. Das heißt also, dass eine Katze die einen Napf mit Trockenfutter am Tag frisst, drei bis vier Näpfe mit Wasser leeren müsste. Und nun Hand aufs Herz: Wessen Katze trinkt täglich wirklich so viel?

 

Die Folgen sind verherend: Nierenschäden, Blasen- oder Nierensteine, Leberschäden usw. Das ganze komplexe Thema könnt ihr hier nochmal genauer nachlesen.

 

Was kann Mensch also tun, um solchen gesundheitlichen Problemem vorzubeugen?

  • kein Trockenfutter!
  • immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellen
  • mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilen (diese werden dann im Vorbeigehen meistens spontan gerne in Anspruch genommen, sozusagen um Katz ans Trinken zu erinnern)
  • Nassfutter oder auch Fleisch mit zusätzlichem Wasser versetzen
  • Trinkbrunnen animieren viele Katzen durch das Geräusch und die Bewegungen des Wassers zum Trinken

Wir sollten nicht vergessen, dass unsere Katzen - sofern sie nicht nach draußen gehen und selbst jagen - von uns und dem was wir ihnen zur Verfügung stellen, abhängig sind. Diese Abhängigkeit sollte nicht dazu führen, dass unseren Lieblinge (unbewusst) geschadet wird.

 

Vielen Dank an Jasi Rudowitz für das Foto!


Tags: Trockenfutter Trinkbrunnen Katzen Ernährung 

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Freitag, 8. Januar 2016 - 10:15 Uhr

Das Leben... Davor und danach

 
Dieser Artikel soll sich damit beschäftigen, wie sich das Leben verändert, wenn Katzen ins Spiel kommen - natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern.
 
1. Strukturierter Tagesablauf
 
Wer vorher immer eher in den Tag gelebt und sich diesen so gestaltet hat wie es ihm beliebt, wird schnell feststellen, dass Katzen für einen geregelten Ablauf sorgen. Einmal eingewöhnt, werden sie dir schnell jeden Tag erneut auf die Minute genau sagen wann sie Hunger haben. Es dauert nicht lange und du wirst dich auf Geburtstagsfeiern oder Anstandsbesuchen immer öfter sagen hören "Ich muss leider langsam los, meine Katzen haben bestimmt schon Hunger".
 
2. Katzen erziehen zur Ordnung
 
Ausnahmsweise mal die Tasse stehen lassen weil man es gerade eilig hat, die Wäsche nur "mal kurz" im Bad liegen lassen, überall Deko die die 4 Wände verschönert, schöne bunt blühende Pflanzen. Vergiss das schnell wieder. Natürlich nicht alle, aber viele Katzen lieben es, mit alltäglichen Gegenständen zu spielen und uns diese um die Ohren zu werfen. Joe zum Beispiel hat es sich zur Aufgabe gemacht alles herunter zu werfen was ihm gerade gefällt. Seit er eingezogen ist, haben wir viele Tassen, Schälchen und Deko-Figuren eingebußt. Die Wäsche läd zum vergraben oder einfach breit in der Wohnung verstreuen ein und viele Pflanzen überleben sowieso nicht weil sie in kurzer Zeit vertilgt sind.
 
3. Privatsphäre
 
Es gibt keine. Nie wieder. Du wirst weder in Ruhe kochen können, noch alleine in die Badewanne oder auch nur auf die Toilette. Es wird immer jemand bei dir sein. Dich beobachten und mit großer Wahrscheinlichkeit sogar auch in solchen Situationen um Aufmerksamkeit bitten. Auch Zweisamkeit abends vor dem Fernseher wird schwierig. Katzen sind clever. Wo du liegst, muss es bequem sein. Außerdem mögen sie uns ja doch. Also werden sie jede Möglichkeit nutzen, in deiner Nähe zu sein. Je kuscheliger, desto besser. Hast du mehrere Katzen, solltest du auch ein großes Bett haben. Du willst ja auch noch irgendwo schlafen.
 
4. Hindernislauf durch die Wohnung
 
Mit Katzen leben ist ähnlich wie mit Kindern leben. In jedem Zimmer findet sich mindestens ein Spielzeug, ein Platz der NUR für die Fellnase da ist, schließlich soll sie sich überall wohl fühlen. Die sonst so aufgeräumten 4 Wände werden sich schnell in einen kleinen Spielplatz verwandeln, auf dem überall Bälle, Mäuse, Rasseln und sonstiges zu finden ist. Im Dunkeln durch die Wohnung laufen wird zum Abenteuer und auch sonst muss jeder Schritt genauestens platziert sein. Ist es kein Spielball, läuft einem sicherlich jeden Moment eine Katze von links kommend über den Weg, ohne zu blinken.
 
5. Ausschlafen
 
Leider nur noch begrenzt möglich. Sicherlich wird es auch unter Katzen Langschläfer geben. Aber gerade wenn man mit mehreren Samtpfoten zusammenlebt, gibt es mit Sicherheit immer mindestens eine, die Hummeln im Hintern hat. Sie kann dir immer genau sagen, wann es Zeit fürs Frühstück oder fürs Spielen ist. Und Achtung: Haben sie dich auch nur einmal blinzeln gesehen, hast du sowieso verloren.
 
6. Haare. Haare überall.
 
Katzen verlieren Haare. Viele Haare. Immer und überall. Du wirst dich daran gewöhnen müssen, sie überall zu finden. Egal wie oft du den Staubsauger schwingst. Sie scheinen sich quasi von selbst zu vermehren. Manchmal hat man auch das Gefühl die kleinen Monster sammeln sie irgendwo und wenn man nicht zuhause ist verteilen sie sie großzügig in der ganzen Wohnung. Dein neues Motto als Katzenbesitzer lautet ab jetzt: Ohne ein paar Katzenhaare ist man nicht richtig angezogen.

7. Urlaub
 
Urlaub trotz Katzen ist natürlich nicht unmöglich. Viele nehmen ihre Lieblinge auch einfach mit auf Reisen. Nicht alle Vierpfötler wollen das jedoch und gerade wenn man mehrere von ihnen hat, kann es schwierig werden mit allen zu verreisen. Spontane Wochenendtrips gestalten sich auch eher schwierig. Du musst immer jemanden finden, der bereit ist deine Katzen zu bespaßen, zu füttern, deine Wohnung wieder aufzuräumen und so weiter. Eine genaue Einweisung damit auch nichts von ihrem Tagesablauf abweicht und alles genauso läuft wie sie es gewohnt sind ist wichtig. Hast du jemanden gefunden der sich genauso aufopfernd um deine Lieblinge kümmert wie du selbst und bist endlich im Wellnesshotel angekommen, schläfst so lange wie noch nie, im Zimmer ist es mucksmäuschenstill, kannst überall barfuß herumlaufen ohne dich zu verletzen, findest nirgends ein einziges Katzenhaar, hast Zeit nur für dich alleine...
...Dann merkst du wie sehr dir genau das alles und deine Fellmonster fehlen! Denn genau für all das lieben wir sie ja schließlich {#emotions_dlg.heart}

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Dienstag, 28. Juli 2015 - 11:31 Uhr

Verrücktes Insekt...

Crazy Buterfly

 

 

 Schon seit einiger Zeit lesen wir im Internet überall immer wieder von diesem "Crazy Butterfly", von dem alle so begeistert berichten.

Schwer zu fangen ist der Schmetterling auf jeden Fall, lange Zeit war er ausverkauft sodass wir uns in Geduld üben mussten.

Irgendwann war es dann doch endlich soweit und wir haben schnell zugeschlagen. Vor dem Urteil der Fellnasen haben wir erst mal ein paar Eindrücke von dem Spektakel :)

 

 

 

 Joe

  Joe

 

Viel mehr gab es dann auch leider nicht mehr zu sehen :-D Joe war der Einzige der sich nach einer Weile an das Flatterding getraut hat. Jedoch auch nur zögerlich und für einen kurzen Moment. Die restliche Meute war von dem lauten Geräusch dass der Crazy Butterfly macht eher verängstigt. Und auch Joe hatte dann doch mehr Interesse daran als es wieder ruhig war... Kurzum hatten wir uns alle wesentlich mehr davon versprochen. Von lang anhaltender Beschäftigung keine Spur und die zwei Ersatz-Schmetterlinge die mitgeliefert werden sind auch nötig. Gerade Joe ist ja sowieso eher rabiat unterwegs und quasi permanent auf der Mission "Zerstörung"... Somit hatte er schnell einige Schäden an den Flügeln angerichtet und den dünnen Draht verbogen. Für einen zweiten Versuch ein paar Tage später war der Schmetterling noch mal kurz interessant, seither steht er aber unbeachtet in der Ecke... Jedes Stoffbällchen oder Fellmäuschen war interessanter bisher :-D

Einen Versuch war es trotzdem wert, unabhängig davon haben wir auch schon mit vielen Dosenöffnern gesprochen, die vom Crazy Butterfly begeistert waren. Ist wohl wie immer Geschmackssache.

 

 

 


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Montag, 1. September 2014 - 12:36 Uhr

Diagnose: Asthma?

 

Heute stand mal wieder ein Besuch beim Tierarzt an. Grund diesmal: Mira. Zwei Dinge gab es dabei zu klären:

 

1. Mira bekam vor einem guten halben Jahr die Diagnose Chlamydien. Dazu gab es Aureomycin als Augensalbe zur Behandlung. Es dauerte auch gar nicht lange, und zu 99% hatten wir die Chlamydien in den Griff bekommen. Zumindest linksseitig komplett. Das rechte Auge tränt weiterhin und beruhigt sich auch mit der ständigen Salbenbehandlung nicht mehr. Daher war eine erneute Kontrolle notwendig. Die Schleim- und Nickhäute sind in Ordnung, ein Fluoreszintest zeigte, dass die Tränenflüssigkeit des rechten Auges nicht so über die Nase abläuft, wie sie sollte. Naheliegend ist daher also einfach nur ein verstopfter Tränenkanal, wie es auch bei Carlo seit einigen Jahren der Fall ist. Soweit also ganz gut, das ist nicht ansteckend und verursacht ihr keine Schmerzen oder weitere Probleme.

 

2. Mira hustet seit einigen Monaten immer mal wieder. In unregelmäßigen Abständen, mal an zwei Tage hintereinander, mal 2 Wochen lang gar nicht. Mal mitten im Spiel, mal einfach so während sie schläft. Es lässt sich nicht ableiten, was der Auslöser sein könnte. Das hatten wir damals, bei der Chlamydien-Behandlung schon mal bei einem Tierarzt angesprochen. Der äußerte sofort den Verdacht auf eine Herzerkrankung, empfahl uns nach erfolgreicher Chlamydien-Bekämpfung einen Ultraschall des Herzens. Heute, anderer Tierarzt in einer Klinik, konnten wir mit einem Video punkten, dass Mira beim Husten zeigt. Recht schnell kam der Ärztin der Gedanke Asthma. Mira wurde abgetastet und abgehört, bis auf das vor Aufregung bis zum Hals klopfende Herz war alles in Ordnung. Sie reagierte nicht auf den leichten Druck auf den Kehlkopf, sodass ausgeschlossen werden kann, dass sie einfach etwas im Hals stecken hat. Das Herz hörte sich normal, gleichmäßig und kräftig an. Das schließt selbstverständlich eine Herzwandverdickung oder Kammervergrößerung noch nicht aus, aber laut Einschätzung der Ärztin kann ein Herzproblem einen solchen Husten nicht auslösen. Sie riet zuerst zu einem Röntgenbild, da auch auf diese Weise zumindest ein vergrößertes Herz zu erkennen wäre. Außerdem kann man recht gut die Beschaffenheit der Bronchien und Lungen erkennen. Sollte nichts auffälliges zu erkennen sein, könnte man in einem halben Jahr nochmals ein Kontrollbild zum vergleichen erstellen.

 

Aber zu unserer aller Verwunderung war schon jetzt mehr zu erkennen als gedacht. Die rechte Lunge sieht ganz normal und unauffällig aus, war gut sichtbar ausreichend mit Luft gefüllt. Anders sah das bei der linken Lunge aus, welche genauso gut sichtbar weniger gefüllt war. Ziemlich sicher ist das also unser Anhaltspunkt für Asthma.

 

Mira bekam noch vor Ort eine cortisonhaltige Spritze. Das Cortison soll das Immunsystem soweit herunterfahren, dass es natürlich nicht zusammenbricht, aber keine Anfälle mehr auslöst. Als weitere Behandlung bekommt sie nun täglich eine Tablette, ebenfalls mit Cortison, und zwar eine Woche lang. Danach täglich nur noch eine halbe Tablette, und nach anderthalb Wochen soll nochmals eine Rücksprache mit der Ärztin erfolgen. Aufgrund des Cortisons sollten die Anfälle, also der Husten, jetzt deutlich weniger werden bzw. im Idealfall ganz ausbleiben. Das wäre dann wohl der Beweis für das Asthma...

 

Wir sind nun also extrem gespannt auf die folgenden Tage und Wochen und wie sich das Ganze entwickelt und werden euch natürlich auf dem Laufenden halten!


Tags: Katzenblog Katzen Asthma 

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Freitag, 11. Juli 2014 - 16:13 Uhr

Warum Kitty ist, wie sie ist

 

 

Wir zeigen gerne Fotos und Videos von Kitty, Carlo, Mira & Joe. Dass aber gerade zu Videos von Kitty immer öfter (für uns) ungewohnte Reaktionen auftauchen, hat uns dann doch zu denken gegeben. Leute denken sie wäre aggressiv oder wir würden sie "quälen"... Für uns ist ihr Verhalten normal, wir kennen sie seit nunmehr fast 6 Jahren nicht anders. Aber für Außenstehende mag ihr Verhalten wirklich etwas verstörend wirken. Daher wollen wir an dieser Stelle endlich einmal allen erklären, warum Kitty so ist, wie sie ist.

 

Einige wissen sicher schon, dass Kitty eine Handaufzucht ist. Wir fanden sie im Alter von gerade mal 4 Wochen draußen auf der Straße. Kurzentschlossen und ohne Vorkenntnisse haben wir uns dazu entschlossen, das kleine Würmchen zu behalten und zu versuchen, sie durchzubringen. Ein kleines Wunder geschah und trotz aller schlechter Prognosen wurde die kleine Kitty immer kräftiger und bald auch wieder ganz gesund.

 

Wir versuchten zwar unser bestmöglichstes, uns in kürzester Zeit alles nötige Wissen anzueignen, jedoch blieb das Eine oder Andere doch leider auf der Strecke bzw. wurde uns erst zu spät klar. So z. B. dass Kitty von Anfang an eine zweite Katze gebraucht hätte. Einfach um zu lernen, wie man sich als Katze verhält, wie eine Katze auf bestimmte Dinge reagiert usw. Natürlich war sie zu keiner Zeit wirklich alleine, wir haben uns 24 Stunden täglich gekümmert und sie hatte einen großen Hundefreund, mit dem sie aufgewachsen ist. Er hat ihr einfach alles verziehen und sie durfte ihm wortwörtlich auf der Nase herumtanzen.

 

Als Kitty 6 Monate alt war, holten wir den kleinen Carlo (damals 3 Monate alt) nach Hause, damit sie endlich nicht mehr alleine ist. Die Rechnung ging auf, die zwei verstanden sich super. Allerdings erst nach einiger Zeit. Die erste Begegnung verlief so, dass Carlo absolut freudig und mit hochgerecktem Schwanz auf Kitty zulief und sie ihm wütend schnaubend erst mal eine geknallt hat... Sie kannte es nicht. Sie kannte keine anderen Katzen, nur Menschen und einen Hund. Sie war einfach total verunsichert. Sie konnte sein Verhalten nicht deuten, wusste nicht, dass das hochgereckte Schwänzchen Carlos Freude darüber ausdrückte, eine neue Freundin in ihr zu haben.

 

Keine andere Katze hat ihr je gezeigt, wie Katzen sich untereinander verständigen, welches Körpersignal was bedeutet und wie man miteinander umgeht.

 

Aus diesem Grund fällt auch ihre Art zu spielen etwas anders aus als bei anderen Katzen.

 

Mira liebt es, Spielzeug zu fangen und zu apportieren. Carlo liebt Bälle jeder Art und Joe fängt alles, was sich bewegt. Kitty kann mit solchen Dingen nichts anfangen. Ihr Spiel ist die Jagd. Sie liebt es sich anzuschleichen, "anzugreifen" und zu "kämpfen". Ihre tägliche Dosis Abenteuer fordert sie auch regelmäßig ein, indem sie z. B. unvermittelt auf die Couch springt unsere Finger "erbeutet".

 

Sie "kämpft" gerne mit Händen, ringt regelrecht damit, knabbert daran. Das alles passiert völlig ohne Verletzungen, sie setzt weder ihre Krallen ein, noch beisst sie zu. Sie spielt mit uns eben so, wie andere Katzen miteinander.

 

Und das übrigens schon seit sie klein ist, wie man hier sehen kann.

 

Ebenso liebt sie es, sich lautstark zu beschweren bzw. zu meckern während des Spielens. Das Ganze wird gerne noch durch ein kräftiges Fauchen unterstrichen.

 

Aber nicht nur beim Spielen, selbst beim Schmusen muss sie sich beschweren. Am Liebsten liegt sie auf dem Rücken auf dem Schoß und lässt sich Bauch und Hals kraulen. Völlig freiwillig. Jeder Katzenbesitzer weiß, dass Katzen sich zu einer Rückenlage nicht zwingen lassen, wenn sie nicht wollen. Wenn sie keine Lust mehr hat, geht sie einfach. Ebenfalls freiwillig und genau dann, wenn sie möchte.

 

Es ist einfach ihre Art. Es ist ihre Art zu Spielen. Wir kennen sie nicht anders. Wegen uns und unserer damaligen Unwissenheit ist sie ja schließlich so geworden. Und wir finden sie toll, so wie sie ist ♥

 

 

 

 

 

   

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tags: Katzenverhalten Katzenblog 

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