Taurin - eine lebenswichtige Aminosäure

 

Was ist Taurin?

 

Taurin ist eine für Katzen lebensnotwendige Aminosäure. Aber anders als wir Menschen oder Hunde können Katzen diese nicht selbst bilden. Das ist auch der Grund, warum Katzen kein Hundefutter bekommen dürfen. In diesem ist kein Taurin enthalten, da es von Hunden ja selbst im Körper gebildet werden kann.

 

Wofür ist es wichtig?

 

Taurin ist wichtig zum Beispiel für die Sehkraft. Außerdem für Herz und Funktion der Nieren. Leider wird dem meisten Nassfutter zu wenig Taurin zugesetzt - eventuell ein Grund, warum ältere Katzen häufig an Herz- und Niereninsuffizienz leiden.

 

Außerdem wirkt sich die zusätzliche Gabe von Taurin erfahrungsgemäß positiv auf die Muskulatur und die Fell- und Hautbeschaffenheit aus. Des Weiteren verbesserten sich die Krankheitsbilder von Nierenerkrankungen, Diabetes, Asthma, Arthritis und auch chronischer Darmentzündungen.

 

Weitere Folgen einer Unterversorgung:

 

Blindheit, Degeneration der Retina, bei Kätzinnen Reproduktionsstörungen, Wachstumsdepression bei Kitten, Deformation der Wirbelsäule bei Welpen, Zentralnervöse Störungen bei kleinen Kätzchen, erhöhte Aggregationsneigung der Thrombozyten sowie Störungen des Immunsystems.

Bedarf

 

Als täglicher Taurinbedarf einer Katze gelten 250-300 mg. In freier Natur decken Katzen ihren Taurinbedarf durch das Fressen von Mäusen, welche mit einem Gehalt von 240 mg pro 100 g den größten Tauringehalt haben. Geschickte Jäger erbeuten unter günstigen Bedingungen auch bis zu 20 Mäuse am Tag. Nun kann ja jeder selbst mal rechnen, auf welchen Tauringehalt diese Mahlzeiten insgesamt kommen.

 

Selbst die meisten hochwertigen Nassfutter enthalten nur 200-250 mg pro kg, was natürlich viel zu wenig ist. Manche Hersteller geben auch gar kein Taurin zusätzlich zu. Das ist doppelt bedenklich, da nicht nur viel zu wenig zugesetzt wird, sondern gar nichts, und Taurin bei starker Erhitzung (wie es mit Nassfutter gemacht wird) zerstört wird. Folglich ist in betroffenem Dosenfutter so gut wie kein Taurin enthalten. Im Gegensatz hierzu werden in einigen Trockenfuttersorten mit teilweise 1400 mg pro kg die oben genannten Werte überschritten. Es sind aber bei einer Überdosierung keine Nebenwirkungen bekannt. Taurin für Katzen ist vergleichbar mit Vitamin C für uns Menschen. Die Mindestmenge verhindert bei uns Skorbut, und eine höhere Dosis schützt zusätzlich vor Infektionskrankheiten.

Wollte man den täglichen Bedarf an Taurin ausschließlich mit Nassfutter decken, müsste eine Katze ein ganzes Kilo täglich davon fressen - was natürlich unmöglich ist.

 

BARFer wissen, dass z. B. in Putenherzen im Vergleich zu beispielsweise Rindfleisch extrem viel Taurin enthalten ist. Aber auch hiervon müsste Mietz total unrealistische Mengen fressen, um den täglichen Bedarf zu decken.

 

Taurin sollte daher auch und gerade bei einer ausschließlichen Fütterung mit Rohfleisch künstlich vom Dosenöffner zugesetzt werden. Die Aminosäure gibt es in fast allen Online-Shops oder im gut sortierten Fachhandel als geruch- und geschmackloses weißes Pulver.

 

Übrigens:

Wird Taurin künstlich zugegeben, muss man unbedingt beachten, dass dieses sich wie eine Säure verhält und daher vorher gut in warmen Wasser aufgelöst werden muss. Sonst wird der Magen angegriffen. In Wasser aufgelöst kann es wunderbar unters Dosenfutter gemischt werden. 250 mg entsprechen etwa einer Messerspitze, die ungefähr in zwei Esslöffel aufgelöst werden sollten. Je mehr Wasser von Katz akzeptiert wird, desto besser für die Gesundheit natürlich.